header banner
Default

Die Verfolgung von Christen nimmt stark zu: Afrikanische Länder werden kritisiert


Dieser Beitrag erschien durch Kooperation mit

91 Prozent aller Morde in Afrika: Christenverfolgung nimmt stark zu: Afrikanische Länder am Pranger

  • E-Mail
  • Teilen
  • Mehr
  • Twitter
  • Drucken
  • Feedback
  • Fehler melden

    Sie haben einen Fehler gefunden?

    Bitte markieren Sie die entsprechenden Wörter im Text. Mit nur zwei Klicks melden Sie den Fehler der Redaktion.

    In der Pflanze steckt keine Gentechnik

    Aber keine Sorge: Gentechnish verändert sind die

Die Verfolgung von Christen nimmt weltweit zu, in 74 Ländern der Erde sieht das christliche Hilfswerk "Open Doors" die Ausübung des christlichen Glaubens eingeschränkt. Vor allem in Afrika häufen sich Morde, doch auch in Asien sind die Gläubigen in einigen Ländern nicht sicher.

Es ist ein Dokument des Schreckens. Der Weltverfolgungsindex des christlichen Hilfswerks "Open Doors" sieht in 74 Ländern das Recht von Christen auf freie Religionsausübung eingeschränkt. Dabei seien weltweit mehr als 340 Millionen Christen "einem hohen bis extremen Maß an Verfolgung ausgesetzt", heißt es in dem Bericht. Darin stellt Open Doors Zahlen aus dem Zeitraum vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020 zusammen.

91 Prozent aller Morde in Afrika - allein 3530 tote Christen in Nigeria

VIDEO: Christenverfolgung nimmt stark zu: Afrikanische Länder am Pranger
Andreas, Botschafter für Christus

Besonders dramatisch scheint die Lage in Teilen Afrikas, in Nigeria und in weiteren Ländern südlich der Sahara. Dies sei die für Christen "tödlichste Region" weltweit. Von den 4761 dokumentierten Fällen ermordeter Christinnen und Christen entfielen 91 Prozent auf Afrika. Allein in Nigeria seien 3530 Getötete zu verzeichnen.

"Der Hauptgrund ist, dass islamistische Gruppen das Ziel haben, Kalifate zu gründen", erläutert Markus Rode, Leiter von Open Doors Deutschland, der Deutschen Welle. Gerade in diesen afrikanischen Ländern gebe es "ein Machtvakuum durch korrupte Regierungen". Und besonders in Nigeria fehle es an jeglichem Schutz für Christen. Dort seien die muslimische Terror-Bewegung Boko Haram und muslimische Extremisten des halbnomadischen Hirtenvolks der Fulani für die Ermordung vieler Christen verantwortlich.

Europa beachtet Gewalttaten in Afrika kaum

VIDEO: Hier nimmt die Christenverfolgung am stärksten zu | Weltverfolgungsindex 2023
Open Doors Deutschland

Rode verweist auf den bislang letzten blutigen Überfall, der sich am 24. Dezember, nach dem Berichtszeitraum ereignete. Dabei hätten Kämpfer des "Islamischen Staates Westafrika" "Kirchen niedergebrannt, fünf Christen entführt und exekutiert – und das vor laufenden Kameras der Medienkanäle des Islamischen Staats".

Der Open-Doors-Leiter bemängelt die geringe Aufmerksamkeit in Europa für solche Gewalttaten in Afrika. "Selbst die mehr als 3500 dokumentierten Morde allein in Nigeria haben keinen Aufschrei der Weltöffentlichkeit erzeugt. Wenn in einem westlichen Land oder auf einem anderen Kontinent so viele Morde geschehen würden, wäre das in den Hauptnachrichten. Und Politiker würden wahrscheinlich viele Statements dazu abgeben", kritisiert Rode.

Mehr von unserem Partner Deutsche Welle

VIDEO: Hier werden Christen am stärksten verfolgt | Weltverfolgungsindex 2023
Open Doors Deutschland
  • Die ukrainische Hafenstadt Mariupol wird vor allem vom „Asow“-Regiment der ukrainischen Nationalgarde verteidigt. Doch das Regiment ist umstritten, denn es besteht aus Nationalisten und auch aus Rechtsextremisten. „Asow“-Regiment - Die Extremisten in Mariupol
  • Viele sind beeindruckt von der Tapferkeit des ukrainischen Volkes und der Russen, die trotz aller Risiken gegen ihren Staat protestieren. Woher nehmen sie ihre Courage?
  • Nach der Pandemie würgt der Krieg in der Ukraine die erhoffte Erholung ab. Wie umgehen mit Preis-Schock und Inflation? Die EU sucht Auswege. Aus Brüssel Bernd Riegert.  

Aus Afrika kommen die grausigsten Berichte über Angriffe auf Christen. Dennoch steht kein afrikanisches Land an der Spitze der Open-Doors-Schreckensliste. Zum 20. Mal in Folge belegt Nordkorea den ersten Platz. Die Herrscherdynastie der Kims lasse sich selbst wie Gott verehren, heißt es in dem Bericht. Zehntausende Christen müssten in Straflagern schwerste Zwangsarbeit leisten. Auch die nächsten Länder im Ranking – Afghanistan, Somalia, Libyen, Pakistan, Eritrea – fanden sich dort bereits im vorigen Jahr.

Diktator abgesetzt, dadurch positive Entwicklung im Sudan

VIDEO: Christenverfolgung: "Das Schlimmste steht uns noch bevor"
K-TV Katholisches Fernsehen

An Position sieben folgte bislang der Sudan. Er machte sechs Plätze gut und rangiert nun an 13. Stelle. "Über eine solche positive Entwicklung freuen wird uns", sagt Rode. Das sei genau das, "was wir uns wünschen, dass Christen sagen: Es ist nicht schlimmer geworden, es ist besser geworden." Allerdings steht auch Position 13 noch für ein extremes Maß an Verfolgung.

Rode versucht eine Erklärung. Im Jahr 2019 sei der islamistische Diktator Umar al-Baschir abgesetzt worden, danach habe die Regierung rechtliche Rahmenbedingungen für Religionsfreiheit geschaffen. Dennoch bleibe der Druck der Muslime, die 92 Prozent der Bevölkerung stellten, auf die 4,5 Prozent Christen sehr hoch. "Aber es ist ein klares Signal der Regierung: Wir wollen versuchen, Religionsfreiheit stärker in den Fokus zu bringen. Und das ist sehr positiv."

Gott, Xi Jinping und die Uiguren - China im Visier

VIDEO: Christenverfolgung 2023: Schwerpunkte und Entwicklungen | Weltverfolgungsindex 2023
Open Doors Deutschland

Das Bild von der gefährlichen Gott-Gleichheit eines Herrschers, das seit langem für Nordkorea gilt, verwendet Open Doors für ein weiteres Land. "Wer Gott über Xi Jinping setzt, muss mit Bestrafung rechnen", erklärt das Hilfswerk zum chinesischen Staats- und Parteichef. Im Ranking stieg China von 23 auf 17. Dabei ist China das deutlichste Beispiel dafür, dass Open Doors auf "Christenverfolgung" und eben nicht auf "Religionsfreiheit" oder auf "religiös Verfolgte" schaut. Die dramatische Situation der Uiguren, die nach verschiedenen Berichten zu Hunderttausenden interniert und zu Zwangsarbeit verdammt sind, findet keine Erwähnung.

Corona "wie ein Katalysator" für Unterdrückung

VIDEO: DISKRIMINIERUNG: "Etwa fünfzig Länder weltweit, in denen Christen schikaniert und verfolgt werden"
WELT Nachrichtensender

Einen aktuellen thematischen Aspekt erwähnt Open Doors, der wohl für die meisten Länder gilt. Die weltweite Corona-Pandemie sorge – in Afrika wie in Asien – für wachsenden Druck. "Wie ein Katalysator" habe sie Haltungen und Strukturen der Unterdrückung oder der Diskriminierung "vielerorts zum Vorschein kommen lassen".

Das weitgehend spendenfinanzierte Hilfswerk unterstützt nach eigenen Angaben verfolgte Christen in mehr als 60 Ländern weltweit. Die Organisation bezeichnet sich als überkonfessionell, steht aber der evangelikalen Deutschen Evangelischen Allianz nah. Nicht immer wird mit Nothilfeprogrammen geholfen, sondern auch mit der Lieferung von Bibeln, der Unterstützung von deren Übersetzung und theologischen Schulungen.

Autor: Christoph Strack

Weitere interessanten Themen

VIDEO: Кремль решил закончить войну! Патрушев удивил неожиданным заявлением - Генерал СВР
УНІАН
  • Für einige Bewohner von deutschen Hotspot-Regionen gilt mittlerweile eine Beschränkung der Bewegungsfreiheit. Sie dürfen sich nur noch 15 Kilometer vom eigenen Wohnort entfernen. Aber wie sehen Sie den legalen Radius? In Google Maps gelingt das mit einer zusätzlichen App oder einem Browser-Tool.

Bewegungsradius anzeigen: So sehen Sie Ihren 15-Kilometer-Umkreis in Google Maps

VIDEO: Archäologen ÖFFNEN das GRAB von JESUS! Was wurde gefunden?
Verborgene Welten

  • FDP-Vize Wolfgang Kubicki übt harsche Kritik an Bayerns Ministerpräsident Markus Söder über seinen Facebook-Kanal. Dabei wirft der Bundestagsvize dem CSU-Chef unter anderem vor, für die größte Testpanne der Pandemie verantwortlich zu sein.
  • „Ein Schlag ins Gesicht": Kubicki kritisiert Söders moralische Erhebung

    VIDEO: Forschung beweist: Jesus ist auferstanden
    COMPACTTV

  • Viel ist es nicht, was Deutschlands Rentner vom Staat trotz eines langen Arbeitslebens bekommen. Schlecht geht es dem durchschnittlichen deutschen Senior dennoch nicht. So viel Einkommen steht unseren Ältesten wirklich zur Verfügung. Deutlich mehr als 2007 - Altersrente fast mal zwei: So viel Einkommen haben Deutschlands Rentner wirklich
  • Hackbällchen in Sahne-Senf-Sauce sind nicht nur schnell zubereitet, sondern auch kalorienarm

    VIDEO: Ukraine nutzt „Bradley“ als Planierraupe | BILD-Lagezentrum
    BILD

    Deutsche Welle

    Sources


    Article information

    Author: Hector Cooper

    Last Updated: 1703176562

    Views: 895

    Rating: 3.9 / 5 (118 voted)

    Reviews: 84% of readers found this page helpful

    Author information

    Name: Hector Cooper

    Birthday: 1928-10-23

    Address: 1589 Miles Stream Apt. 778, Phillipstown, NE 07368

    Phone: +4686904714990129

    Job: Forester

    Hobby: Web Development, Graphic Design, Badminton, Survival Skills, Lock Picking, Wine Tasting, Origami

    Introduction: My name is Hector Cooper, I am a welcoming, dear, irreplaceable, Precious, receptive, intrepid, ingenious person who loves writing and wants to share my knowledge and understanding with you.